Unsere flaschenvergorenen Schaumweine
Gutzler Chardonnay Sekt extra brut
GutzlerRebsorte(n): Chardonnay
Tatìlle Chardonnay x Pinot Noir, Brut Nature
Milia RizaRebsorte(n): Pinot Noir, Chardonnay
Azzarda Agiorgitiko Blanc de Noir, Brut Nature
Milia RizaRebsorte(n): Agiorgitiko
Azzarda Agiorgitiko Rosé, Brut Nature
Milia RizaRebsorte(n): Agiorgitiko
Space x Sputnik Pet Nat
PatistisRebsorte(n): Moschato mavro, Xinomavro
Flaschengärung
Flaschengärung – Die Königsklasse der Schaumweinherstellung
Die Flaschengärung gilt als das hochwertigste Verfahren zur Herstellung von Schaumwein. Sie sorgt für besonders feine Perlage, große Komplexität und die charakteristischen Aromen von Brioche, Gebäck und geröstetem Brot. Zu den bekanntesten Schaumweinen aus Flaschengärung zählen Champagner, hochwertiger Sekt sowie zahlreiche Spitzen-Schaumweine aus Griechenland und anderen Weinländern.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Traditionellen Flaschengärung (Méthode Traditionnelle) und dem Transvasierverfahren (Transfermethode).
Traditionelle Flaschengärung (Méthode Traditionnelle)
Bei der traditionellen Flaschengärung findet die zweite Gärung in jener Flasche statt, in der der Schaumwein später auch verkauft wird.
Nach der Herstellung des Grundweins werden Zucker, Hefe und Hefenährstoffe, die sogenannte Liqueur de Tirage, zugesetzt. Anschließend wird die Flasche mit einem Kronkorken verschlossen und horizontal gelagert.
Während der zweiten Gärung wandelt die Hefe den zugesetzten Zucker in Alkohol und Kohlensäure um. Der Alkoholgehalt steigt dabei um etwa 1 bis 1,5 Vol.-%, während sich die entstehende Kohlensäure im Wein löst und später für die feine Perlage sorgt.
Nach Abschluss der Gärung sterben die Hefezellen ab und bilden ein Depot in der Flasche. Während der anschließenden Hefelagerung beginnt die sogenannte Autolyse: Die Hefezellen lösen sich langsam auf und geben wertvolle Aromastoffe an den Wein ab. Dadurch entstehen die typischen Noten von Brioche, frischem Brot, Biskuit, Toast und gerösteten Nüssen.
Je länger ein Schaumwein auf der Hefe reift, desto komplexer, cremiger und vielschichtiger entwickelt er sich.
Rütteln und Degorgieren
Damit der Hefesatz entfernt werden kann, werden die Flaschen schrittweise gedreht und zunehmend senkrecht gestellt. Dieser Vorgang wird als Rütteln (Remuage) bezeichnet und sorgt dafür, dass sich das Hefedepot im Flaschenhals sammelt.
Anschließend erfolgt das Degorgieren: Der Flaschenhals wird eingefroren und der unter Druck stehende Hefepfropfen entfernt.
Die fehlende Weinmenge wird danach mit der sogenannten Dosage ergänzt, die den späteren Süßegrad des Schaumweins beeinflussen kann. Abschließend wird die Flasche mit dem typischen Schaumweinkorken verschlossen und durch einen Drahtkorb (Agraffe) gesichert.
Schaumweine aus diesem Verfahren erkennt man an Bezeichnungen wie:
Méthode Traditionnelle
Traditionelle Methode
Traditionelle Flaschengärung
Transvasierverfahren (Transfermethode)
Das Transvasierverfahren verbindet Elemente der traditionellen Flaschengärung mit den Vorteilen der Tankgärung und ermöglicht die Herstellung hochwertiger Schaumweine zu einem günstigeren Preis.
Die zweite Gärung findet zunächst wie bei der traditionellen Methode in der einzelnen Flasche statt. Auch die Hefelagerung erfolgt in der Flasche, wodurch sich die typischen Aromen der Flaschengärung entwickeln können.
Im Unterschied zur traditionellen Methode werden die Flaschen jedoch nach der Reifezeit nicht gerüttelt und einzeln degorgiert. Stattdessen werden sie unter Druck geöffnet und in einen großen Drucktank entleert. Dort wird der Schaumwein filtriert, dosiert und anschließend in neue Flaschen abgefüllt.
Durch den Wegfall von Rütteln und Degorgieren ist dieses Verfahren deutlich effizienter und kostengünstiger.
Schaumweine aus dem Transvasierverfahren tragen häufig die Bezeichnung:
Flaschenvergoren
Pét-Nat (Pétillant Naturel)
Pét-Nat, die Abkürzung für Pétillant Naturel („natürlich perlend“), gilt als die ursprünglichste Form der Schaumweinerzeugung und erlebt seit einigen Jahren eine bemerkenswerte Renaissance.
Im Gegensatz zur traditionellen Flaschengärung findet keine zweite Gärung statt. Der noch gärende Most oder Jungwein wird bereits vor Abschluss der ersten alkoholischen Gärung in Flaschen gefüllt und verschlossen. Die verbleibende Gärung setzt sich in der Flasche fort und erzeugt auf natürliche Weise die Kohlensäure.
Diese als Méthode Ancestrale bekannte Technik wurde bereits lange vor der Entwicklung der klassischen Flaschengärung angewendet und zählt zu den ältesten Verfahren der Schaumweinherstellung.
Da meist keine Dosage erfolgt und viele Produzenten auf das Degorgieren verzichten, präsentieren sich Pét-Nat-Weine oft besonders ursprünglich und naturbelassen. Ein feiner Hefesatz in der Flasche ist daher keine Seltenheit.
Typisch für Pét-Nat sind:
frische und unmittelbare Fruchtaromen
lebendige, oft etwas wildere Perlage
naturbelassener Charakter
geringer önologischer Eingriff
teilweise leichte Trübung durch den Hefesatz
Pét-Nats erfreuen sich insbesondere bei Liebhabern von Naturweinen großer Beliebtheit und bieten eine spannende Alternative zu klassisch erzeugten Schaumweinen.
Fazit
Die Flaschengärung ist das anspruchsvollste Verfahren zur Erzeugung hochwertiger Schaumweine. Sie verleiht dem Wein eine besonders feine Perlage, Eleganz und aromatische Tiefe.
Während die Traditionelle Methode höchste handwerkliche Präzision und Individualität bietet, stellt das Transvasierverfahren eine wirtschaftlich attraktive Alternative dar, die viele Qualitätsmerkmale der klassischen Flaschengärung bewahrt.
Mit dem Pét-Nat hat zudem eine der ältesten Schaumweinmethoden der Welt ihren festen Platz in der modernen Weinwelt zurückerobert. So stehen Weinliebhabern heute unterschiedliche Stilrichtungen zur Verfügung – von der präzisen Eleganz traditionell flaschenvergorener Schaumweine bis zur authentischen Ursprünglichkeit eines Pét-Nat.